Behauptung CB361.1:

Selbst wenn ein rudimentäres Organ heute keine Funktion hat, können wir sicher sein, dass es in der Vergangenheit eine Funktion hatte. Gott macht keinen Müll, aber Dinge verfielen nach dem Eintritt der Sünde in die Welt. Die Bezeichnung eines Organs als nutzlos spiegelt evolutionäres Denken wider.

Quelle:

Morris, John D. 2005. Hat die Gallenblase eine notwendige Funktion? Back to Genesis 194d (Feb.).

Antwort:

  1. Diese Behauptung ist dogmatische Feststellung. Sie basiert rein auf persönlicher religiöser Überzeugung; sie kann nicht anhand von Beweisen geprüft werden. Sie ist wissenschaftlich wertlos.

  2. Die Idee, dass Tod und Verfall erst nach der ursprünglichen Schöpfung in die Welt eintraten, impliziert, dass viele heute funktionierende Organe ursprünglich nutzlos waren. Zum Beispiel hätten Verteidigungsmechanismen keine Funktion gehabt, als es keine Bedrohungen gab, gegen die sie sich zu verteidigen hätten.

  3. Die Bezeichnung eines Organs als nutzlos spiegelt lediglich dessen fehlende erkennbare Funktion wider, nichts weiter. Morris' Ansicht eines verfallenden Lebens ist ebenfalls evolutionäres Denken, nur mit einem sehr anderen Mechanismus der Evolution.

  4. Rudimentär bedeutet nicht nutzlos.

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erstellt 2005-2-15