Instinkte sind zu komplex, um sich entwickelt zu haben. Wissenschaftler haben keine Möglichkeit,
komplexe Instinkte, wie Migrationen und Nestbau, zu erklären.
Quelle:
Watchtower Bible and Tract Society, 1985. Life—How Did It Get Here?
Brooklyn, NY, S. 160-167.
Antwort:
Diese Behauptung ist ein Beispiel für das Argument aus dem Unglauben. Dass man Umstände, die zu komplexen Instinkten führen, nicht envisionieren kann, schließt solche Umstände nicht aus.
Nicht alle Instinkte sind komplex. Manche Phobien sind beispielsweise nichts weiter als eine grundlegende emotionale Reaktion auf einen einfachen Reiz, wie etwa lautes, plötzliches Geräusch. Und es gibt nichts, das komplexe Instinkte davon abhält, schrittweise aufzutreten. Beispielsweise kommunizieren einige Bienen nur Informationen über Blütenarten an andere im Bienenvolk (Dornhaus und Chittka 1999). Komplexe Instinkte könnten sich über kleine Schritte wie diesen entwickeln.
Referenzen:
Dornhaus, A. und L. Chittka, 1999. Evolutionäre Ursprünge von Bientänzen. Nature 401: 38.
Weiterführende Studien:
Gould, James L. und Carol G. Gould, 1995. The Honey Bee. New York:
Scientific American Library.
Weiner, Jonathan, 1999. Time, Love, Memory: A great biologist and
his
quest for the origins of behavior. New York: Knopf.