Behauptung CB811:
Evolutionist Gavin de Beer (1971) hat gezeigt, dass homologe Strukturen aus verschiedenen, nichthomologen Genen entstehen, was bedeutet, dass sie nicht von gemeinsamen Vorfahren abgeleitet werden können.Quelle:
Kofahl, Robert E., 2003. Handy dandy evolution refuter, chpt. 10.
<http://www.parentcompany.com/handy_dandy/hder10.htm>
Antwort:
- Es war 1971, als de Beer seine Argumente vortrug. Das geschah vor der
Technologie zur Manipulation von DNA, die es möglich machte, Gene direkt
zu untersuchen, also basierten de Beers Schlussfolgerungen (und die von
Hardy 1965, die im Wesentlichen dasselbe Argument machten) auf indirekten
Beweisen. Seitdem wurden viele ähnliche Gene gefunden, die an der
Entwicklung homologer Strukturen beteiligt sind (siehe z. B. Carroll 2005).
Zugegeben, einige der von de Beer aufgeworfenen Beispiele sind noch nicht im Detail erklärt. Zum Beispiel entstehen einige als homolog betrachtete Organe aus verschiedenen Schichten embryonaler Gewebe. Aber obwohl solche Fälle nicht erklärt sind, bedeutet das nicht, dass sie unerklärlich sind. Wir wissen jetzt, dass Organe in vielen Teilen des Körpers (wie Augen, die an den Flügeln einer Fliege wachsen) einfach dadurch stimuliert werden können, dass die richtigen Signalchemikalien vorhanden sind. Homologe Organe, die aus verschiedenen Bereichen entstehen, können daher einfach durch Mutationen in den Bereichen entstehen, in denen Signalproteine exprimiert werden.
Der Unterschied in der Fingerentwicklung zwischen Vögeln und Theropoden Dinosauriern zeigt ein Beispiel dafür, wie eine kleine Entwicklungsdifferenz zu einer nicht offensichtlichen Differenz im adulten Formenbild führen kann.
Referenzen:
- Carroll, Sean B. 2005. Endless Forms Most Beautiful. New York: W. W. Norton.
- de Beer, Gavin. 1971. Homology, an unsolved problem. Oxford Biology Readers, J.J. Head and O.E. Lowenstein, eds., Oxford University Press. Reprinted (abridged) in Ridley, Mark, 1997. Evolution. Oxford University Press, 211-221.
- Hardy, Alister. 1965. The Living Stream, New York: Harper & Row, pp. 209-219.
Weiterführende Studien:
Carroll, Sean B. 2005. Endless Forms Most Beautiful. New York: W. W. Norton.erstellt 2005-5-23