Behauptung CC364:
Muscheln und andere marine Fossilien wurden auf Berggipfeln gefunden, sogar auf sehr hohen. Dies deutet darauf hin, dass das Meer einst die Berge bedeckte, was als Beleg für eine globale Flut gilt.Quelle:
Watchtower Bible and Tract Society, 1985. Life--How Did It Get Here?
Brooklyn, NY, S. 203.
Antwort:
- Muscheln auf Bergen lassen sich leicht durch das Heben des Landes erklären.
Obwohl dieser Prozess langsam ist, wird er heute beobachtet, und er erklärt
nicht nur die Muscheln auf den Bergen, sondern auch andere geologische und
paläontologische Merkmale dieser Berge.
Das Meer bedeckte einst die Gebiete, in denen die Fossilien gefunden wurden,
aber sie waren zu dieser Zeit keine Berge; es waren flache Meere.
- Eine Flut kann die Anwesenheit von Muscheln auf Bergen aus folgenden Gründen nicht erklären:
- Fluten erodieren Berge und lagern ihre Sedimente in Tälern ab.
- In vielen Fällen befinden sich die Fossilien in denselben Positionen, in denen sie im Leben wachsen, nicht verstreut, als wären sie durch eine Flut neu abgelagert. Dies wurde bereits im sechzehnten Jahrhundert von Leonardo da Vinci bemerkt (Gould 1998).
- Weitere Belege, wie fossilisierte Spuren und Gänge mariner Organismen, zeigen, dass die Region einst vom Meer bedeckt war. Muscheln werden in Sedimenten nicht gefunden, die früher nicht vom Meer bedeckt waren.
Referenzen:
- Gould, Stephen J., 1998. The upwardly mobile fossils of Leonardo's living earth. In: Leonardo's Mountain of Clams and the Diet of Worms, New York: Three Rivers Press, S. 17-44.
erstellt 2003-6-21, geändert 2004-5-17