Behauptung CD004:
Kosmische Strahlung und freie Neutrinos, wie sie beispielsweise durch nahe Supernovae oder die Umkehrung des Erdmagnetfelds entstehen könnten, könnten die Zerfallsraten radioaktiver Elemente beeinflussen und damit radiometrische Datierungsmethoden wie Kohlenstoff-14, Uran-Blei und Kalium-Argon ungültig machen.Quelle:
Morris, Henry M., 1974. Scientific Creationism, Green Forest, AR: Master
Books, S. 142-143, 146.
Ausführung:
- Wo gibt es auch nur den geringsten Beweis dafür, dass kosmische Strahlung oder Neutrinos die Zerfallsraten beeinflussen? Folgendes zeigt das Gegenteil:
- In Standard-Kernspaltungs-Kraftwerken ist die Neutrinobestrahlung intensiv, doch das Uran, das nicht gespalten wird, zerfällt mit der üblichen Rate.
- Einige Raumfahrzeuge werden durch Kernzerfälle angetrieben. Einige davon fliegen in sehr intensiven kosmischen Strahlungsfeldern (wie in der Nähe von Jupiter). Wenn kosmische Strahlung die Zerfallsraten beeinflussen würde, wäre die erzeugte Leistung anders als erwartet.
- Um unwitterte Gesteine zu erhalten, werden Gesteine für die radiometrische Datierung normalerweise aus einer gewissen Tiefe in einem Aufschluss entnommen, wo kosmische Strahlung keinen signifikanten Einfluss hat.
- Strahlung, die hoch genug ist, um Kernzerfallsraten um mehrere Größenordnungen zu beeinflussen (eine Änderung, die groß genug ist, um jung-erdige Zeitskalen zu ermöglichen), würde den Planeten sterilisieren.
- Umkehrungen des Erdmagnetfelds erzeugen keine kosmische Strahlung oder Neutrinos. Sie können zwar mehr kosmische Strahlung dazu bringen, die Erdoberfläche zu erreichen, aber nicht viel mehr als das, und die meisten für die Datierung verwendeten Gesteine wurden für den größten Teil ihrer Geschichte begraben.
- Die Datierung mit Kohlenstoff-14 wird durch unabhängige Uhren kalibriert.
Weitere Lektüre:
Young, Davis A., 1988. Christianity and the Age of the Earth. Thousand Oaks, CA: Artisan Sales.erstellt 2003-8-13, geändert 2004-9-8