Behauptung CE440:

Kosmologen können nicht erklären, woher Raum, Zeit, Energie und die Gesetze der Physik stammen.

Quelle:

Brown, Walt, 1995. In the Beginning: Compelling evidence for creation and the Flood. Phoenix, AZ: Center for Scientific Creation, S. 20.

Ausführung:

  1. Manche Fragen sind schwerer zu beantworten als andere. Obwohl wir nicht über ein vollständiges Verständnis des Ursprungs des Universums verfügen, sind wir nicht völlig im Dunkeln. Wir wissen beispielsweise, dass der Raum aus der Expansion des Universums entsteht. Die gesamte Energie des Universums könnte null sein. Kosmologen haben Hypothesen für die anderen Fragen, die mit Beobachtungen übereinstimmen (Hawking 2001). Es ist beispielsweise möglich, dass es mehr als eine Zeitdimension gibt, wobei die andere Dimension unbeschränkt ist, sodass es keinen allgemeinen Ursprung der Zeit gibt. Eine andere Möglichkeit ist, dass das Universum in einem ewigen Zyklus ohne Anfang oder Ende existiert. Jeder Urknall könnte in einem Urknall enden, um einen neuen Zyklus zu beginnen (Steinhardt und Turok 2002), oder nach langen Intervallen kollidiert unser Universum mit einem Spiegels Universum und erschafft das Universum neu (Seife 2002).

    Man sollte bedenken, dass unsere Erfahrungen im täglichen Leben eine schlechte Vorbereitung für die extremen und bizarren Bedingungen sind, die man in der Kosmologie antreffen kann. Das, womit sich Kosmologen befassen, ist sehr schwer zu verstehen. Es wäre jedoch ein Rückzug in das Argument aus dem Unvermögen, es nur wegen dessen abzulehnen.

  2. Kreationisten können Ursprünge überhaupt nicht erklären. Die Aussage „Gott hat es gemacht" ist keine Erklärung, da sie nicht an objektive Beweisse geknüpft ist. Sie schließt keine Möglichkeit aus, geschweige denn eine Unmöglichkeit. Sie beantwortet keine Fragen nach „wie" und „warum" und wirft Fragen wie „welcher Gott?" und „wie ist Gott entstanden?" auf. Im Spiel des Erklärens sind Kosmologen weit voraus.

Referenzen:

  1. Hawking, Stephen, 2001. The Universe in a Nutshell. New York: Bantam.
  2. Seife, Charles, 2002. Eternal-universe idea comes full circle. Science 296: 639.
  3. Steinhardt, P. J. und N. Turok, 2002. A cyclic model of the universe. Science 296: 1436-1439.

Weitere Lektüre:

Hawking, Stephen, 1988. A Brief History of Time. Toronto: Bantam.

Hawking, Stephen, 2001. The Universe in a Nutshell. New York: Bantam.

Musser, George, 2002. Been there, done that. Scientific American 286(3) (Mar.): 25-26, http://www.sciam.com/article.cfm?articleID=000D59C8-5512-1CC6-B4A8809EC588EEDF

Veneziano, Gabriele, 2004. The myth of the beginning of time. Scientific American 290(5) (May): 54-65.
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erstellt 2003-8-14, geändert 2004-9-25