Behauptung CF003:

Wie könnte sich Information, wie sie in DNA vorliegt, selbst zusammenfügen?

Quelle:

Brown, Walt, 1995. In the Beginning: Compelling evidence for creation and the Flood. Phoenix, AZ: Center for Scientific Creation, S. 13.

Ausführung:

  1. Diese Frage basiert auf einigen wesentlichen Missverständnissen (diese werden unten behandelt). Ihr übergeordneter logischer Fehler besteht jedoch darin, dass es sich um ein Argument aus Unwissenheit handelt. Die Unfähigkeit, eine Antwort auf eine Frage zu finden, impliziert nicht, dass die Frage keine Antwort hat.

  2. Information ist nicht gleichbedeutend mit Bedeutung und impliziert nicht per se eine besondere Struktur oder Funktion. Jede Anordnung impliziert Information; die Information besteht darin, wie die Anordnung beschrieben wird. Wenn eine neue Anordnung entsteht, sei es spontan oder von außen, wird im Prozess neue Information zusammengefügt. Selbst wenn die Anordnung darin besteht, ein Glas in winzige Stücke zu zerbrechen, bedeutet dies das Zusammenfügen neuer Information.

  3. Nichts muss sich selbst zusammenfügen. Evolution und Abiogenese schließen äußere Einflüsse nicht aus; im Gegenteil, solche äußeren Einflüsse sind unerlässlich. Bei der Abiogenese wird beobachtet, dass komplexe organische Moleküle leicht spontan aufgrund von kaum mehr als grundlegender Chemie und Energie von der Sonne oder dem Erdinneren entstehen. Bei der Evolution wird Information aus der Umwelt indirekt über natürliche Selektion gegen Varianten, die in dieser Umgebung nicht gut zurechtkommen, an Genome übermittelt.

Links:

Musgrave, Ian et al., 2003. Information theory and creationism. http://www.talkorigins.org/faqs/information/infotheory.html

Weitere Lektüre:

Musgrave, Ian, 1998. Re: Abiogenesis (Post of the Month: April 1998) http://www.talkorigins.org/origins/postmonth/apr98.html
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erstellt 2003-6-24