Behauptung CH190:
Die innere Harmonie der Bibel um ein zentrales Thema herum zeugt von ihrer göttlichen Urheberschaft. Es handelt sich um sechundsechzig Bücher, die über sechzehn Jahrhunderte von etwa vierzig verschiedenen Autoren unterschiedlicher Hintergründe verfasst wurden, doch jeder Teil folgt demselben Thema.Quelle:
Watchtower Bible and Tract Society. 1985. Life--How Did It Get Here?
Brooklyn, NY, S. 215.
Ausführung:
- Die Harmonie der Bibel kann auch darauf zurückgeführt werden, dass ihre Inhalte von Menschen ausgewählt und redigiert wurden, um sie harmonisch zu gestalten (Friedman 1987).
- Die Bibel ist an einigen sehr wichtigen Punkten nicht harmonisch.
- Viele Menschen haben den Unterschied zwischen dem alttestamentlichen Gott bemerkt, der rächend und blutrünstig ist (z. B. Gen. 6-8; Exod. 7-11) und den Befehl erteilt und die Schlachtung der Feinde unterstützt (z. B. Exod. 32:27-28; Deut. 3:6; Num. 31:1-18), im Gegensatz zum neuen testamentarischen Gott, der Frieden predigt und die Menschen auffordert, ihre Feinde zu lieben.
- Einige Teile der Bibel besagen, dass die Sünden der Väter von zukünftigen Generationen vererbt werden (z. B. Exod. 20:5, Deut. 5:9). Andere Teile (Ezek. 18) besagen das Gegenteil.
- Ein Großteil der Bibel betont die Einheit Gottes. Das erste Buch Mose betont beispielsweise, dass die gesamte Schöpfung von demselben Gott stammt, nicht von verschiedenen Göttern, wie es andere zeitgenössische Religionen lehrten. Das Neue Testament, insbesondere die Offenbarung, führt jedoch einen Gut-Böse-Dualismus ein, der dem des Zoroastrismus ähnelt und in der christlichen Tradition besonders verbreitet geworden ist.
Referenzen:
- Friedman, R. E. 1987. (siehe unten)
Weitere Lektüre:
Friedman, Richard Elliott. 1987. Who Wrote the Bible? New York: Summit Books.erstellt 2003-7-10, geändert 2005-4-19