Behauptung CB325:
Ein Giraffenherz muss ziemlich groß sein (es wiegt über 24 Pfund), um Blut zum Giraffenkopf zu pumpen. Eine Reihe spezieller Einwegventile im Hals regelt den Blutfluss, und am Gehirngrund befindet sich ein spezielles elastisches Blutgefäßnetz. Ohne diese Ventile und elastischen Blutgefäße wäre der Blutdruck im Giraffenkopz bei Beugung enorm, genug, um Hirnschäden zu verursachen. Alle diese Merkmale – großes Herz, Venenventile und Wundernetz von Gefäßen – müssen gleichzeitig vorhanden sein, sonst würde die Giraffe sterben. Sie konnten nicht schrittweise evolviert werden.Quelle:
Davis, Percival und Dean H. Kenyon, 1989. Of Pandas and People: The Central Question of Biological Origins (2nd ed.). Dallas, TX: Haughton, S. 69-72.
Setterfield, Barry, 1998. Birds, beetles, and life. http://www.setterfield.org/essays/giraffe.html
Setterfield, Barry, 1998. Birds, beetles, and life. http://www.setterfield.org/essays/giraffe.html
Antwort:
- Darwin beantwortete diese Behauptung 1868 (206). Die Behauptung geht davon aus, dass „schrittweise“ unbedingt „eins nach dem anderen“ bedeuten muss. Das ist nicht der Fall. Die verschiedenen Merkmale konnten (und mit fast sicherer Wahrscheinlichkeit hätten sie) sowohl gleichzeitig als auch schrittweise evolviert werden. Teilweise Ventile wären nützlich gewesen, um den Blutdruck auf ein gewisses Maß zu reduzieren. Ein Zwischenherz hätte für einen kürzeren Hals genügend Druck erzeugt. Ein kleineres Gefäßnetz im Kopf hätte den geringeren Druck bewältigen können. Je länger die Hälse ausgewählt wurden, wären auch alle anderen Komponenten Stück für Stück verändert worden. Mit anderen Worten: Für jede Zoll, um den der Hals wuchs, hätte sich die Physiologie der Giraffe so verändert, dass sie dieses Wachstum unterstützte, bevor der nächste Zoll Halswachstum einsetzte.
Referenzen:
- Darwin, Charles, 1868. Variation of Animals and Plants Under Domestication, vol. 2, chpt. 20. London: John Murray. http://pages.britishlibrary.net/charles.darwin/texts/variation/variation20.html
Weiterführende Studien:
Gould, Stephen J., 1998. The tallest tale. In: Leonardo's Mountain of Clams and the Diet of Worms, New York: Three Rivers Press, 301-318.erstellt 2003-5-18