Behauptung CB421:

Evolution erklärt die Musik nicht.

Antwort:

  1. Dies ist ein Argument aus Ungläubigkeit. Nicht zu wissen, wie etwas erklärt wird, bedeutet nicht, dass es nicht erklärt werden kann.

  2. Es gibt Hinweise, dass Musik mit Sprache zusammenhängt. Ein falsch platziertes Akkord triggert einen Teil des Gehirns, der korrekte Syntax erkennt (Clarke 2001; Maess et al. 2001). Somit könnte die Wertschätzung von Musik zumindest teilweise als Nebenwirkung der Evolution der Sprache entstanden sein.

    Eine andere Hypothese ist, dass Musik parallel zur Sozialität entstand, als Mittel, um Menschen durch gemeinsame Aktivitäten wie Tanz und Rhythmus zu verbinden (Benzon 2001).

Referenzen:

  1. Benzon, 2001. (siehe unten).
  2. Clarke, Tom, 2001 (23 Apr). Akkorde treffen einen grammatikalischen Ton. Nature Science Update, http://www.nature.com/nsu/010426/010426-4.html
  3. Maess, B., S. Koelsch, T. C. Gunter und A. D. Friederici, 2001. Musikalische Syntax wird im Broca-Areal verarbeitet: eine MEG-Studie. Nature Neuroscience 4: 540-545.

Weiterführende Studien:

Benzon, William L., 2001. Beethovens Amboss: Musik im Geist und Kultur. New York: Basic Books.
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erstellt 2001-4-29, geändert 2003-7-11