Behauptung CD510:

Gesteine falten sich nicht, ohne zu brechen. Daher müssen gefaltete Gesteine (die an vielen Orten gefunden werden) weich gewesen sein, als sie gefaltet wurden. Dies lässt sich leicht damit erklären, dass die Gebirgsbildung kurz nach der Ablagerung der Sedimentschichten durch eine globale Flut stattgefunden hat.

Quelle:

Humphreys, D. Russell, 1999. Evidence for a young world. http://www.answersingenesis.org/docs/4005.asp oder http://www.rae.org/yworld.html

Antwort:

  1. Gesteine falten sich ohne zu brechen, wenn sie unter Druck sehr langsam gebogen werden. Laborversuche belegen dies (z. B. Friedman et al. 1980). Eine erhöhte Temperatur kann auch die Fließrate steigern.

    Manche Gesteine („schwache") fließen leichter als andere („kompetente"). Schichten aus unterschiedlichen Gesteinen enthalten manchmal in einigen Schichten gebrochene Gesteine und in anderen nicht.

  2. Verformung beschränkt sich nicht auf Sedimentschichten. Es gibt verformte Quarzitkiesel in der Nähe des Todtensees.

Referenzen:

  1. Friedman, M., R. H. H. Hugman III und J. Handin, 1980. Experimental folding of rocks under confining pressure, part VIII -- forced folding of unconsolidated sand and of lubricated layers of limestone and sandstone. Geological Society of America Bulletin 91: 307-312.

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erstellt 2003-6-29, geändert 2004-5-28