Behauptung CE351:

Astronomen vor 2.000 Jahren verzeichneten, dass Sirius ein roter Stern sei; heute ist es ein weißer Zwergstern. Die konventionelle Astronomie, die besagt, dass 100.000 Jahre benötigt werden, damit ein Stern von einem roten Riesen zu einem weißen Zwerg „evolviert", muss falsch sein.

Quelle:

Hovind, Kent, 2003. Einführung in Dr. Hovinds „Creation Seminar". http://www.algonet.se/~tourtel/hovind_seminar/seminar_introduction.html

Ausführung:

  1. Die antiken Astronomen, die Sirius als rot beschrieben, sahen ihn, wenn er tief am Horizont stand, sodass seine Rötung auf der Erdatmosphäre beruhte. Der „rote Sirius" bezieht sich auf Beobachtungen, die bei den heliakalen Auf- und Untergängen des Sterns in der griechischen und römischen Gesellschaft gemacht wurden (Ceragioli 1996; Whittet 1999).

  2. Nicht alle antiken Astronomen verzeichneten, dass Sirius rot war. Viele antike Quellen bestätigen, dass er vor 2.000 Jahren weiß oder bläulich-weiß war (van Gent 1984, 1989).

  3. Der helle Stern, der ohne Teleskop sichtbar ist, Sirius A, ist kein weißer Zwerg. Sirius A hat einen weißen Zwerg als Begleitstern, Sirius B, der nichts mit dem zu tun hat, was antike Astronomen sahen. Hovind hat die Fakten hinter seinen Behauptungen nicht überprüft.

  4. Selbst wenn sich die Farbe des Sirius geändert hätte, würde dies den Kreationismus oder eine junge Erde in keiner Weise unterstützen. Es würde lediglich bedeuten, dass eine Beobachtung unerklärt bleibt.

Referenzen:

  1. Ceragioli, R. C., 1996. Solving the puzzle of "red" Sirius. Journal for the History of Astronomy 27: 93-128.
  2. van Gent, R. H., 1984. Red Sirius. Nature 312: 302.
  3. van Gent, R. H., 1989. The colour of Sirius. The Observatory 109: 23-24.
  4. Whittet, D. C. B, 1999. A physical interpretation of the 'red Sirius' anomaly. Monthly Notices of the Royal Astronomical Society 310(2): 355-359.

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erstellt 2003-5-18, geändert 2005-3-21