Kürzlich haben sich Kreationisten, insbesondere Befürworter des Intelligent Design, daran gemacht, zu argumentieren, dass Informationen im Genom Beweise für eine besondere Schöpfung durch einen intelligenten Gestalter (allgemein als Gott angenommen) und gegen die Evolution sind. Eine gängige Taktik von Kreationisten besteht darin zu fragen: „Besitzen Evolutionsbiologen Beispiele für Mutationen oder evolutionäre Prozesse, die zu einer Zunahme genetischer Informationen geführt haben?" Aber wissen sie wirklich, wovon sie sprechen?

Es ist leicht, falsche, wissenschaftlich klingende Behauptungen aufzustellen, wenn man komplexe Ideen wie die Informationstheorie diskutiert. Leser sollten skeptisch sein gegenüber jeglicher Schrift zum Thema, die:

  • Behauptet, ein Maß für Bedeutung zu liefern;
  • Behauptet, auf sowohl klassischer (Shannon) als auch algorithmischer (Chaitin-Kolmogorov) Informationstheorie (oder auf keiner) zu basieren;
  • Behauptet, zwischen zufälligen und nicht-zufälligen Daten zu unterscheiden;
  • Stellt neue Theoreme, Prinzipien oder Gesetze vor, ohne deren Gültigkeit gründlich nachzuweisen;
  • Schließt Kausalität aus Korrelation;
  • Unbelegte Behauptungen über die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses aufstellt; oder
  • Andersfalls an mathematischer Strenge mangelt.

Diese Artikelserie bietet einen kurzen Überblick über Klassische Informationstheorie, Algorithmische Informationstheorie und aktuelle kreationistische Argumente zur Informationstheorie von Gitt, Spetner und Dembski. Die Probleme mit den verschiedenen kreationistischen Argumenten werden erläutert. Der vollständige mathematische Hintergrund für die Klassische und Algorithmische Informationstheorie wird hier nicht bereitgestellt; er ist sehr detailliert, und für diejenigen, die mehr lesen möchten, werden Online-Referenzen angeboten.