Behauptung CB130:
So genannte Junk-DNA ist wirklich nicht Müll. Funktionen wurden für nichtkodierte DNA gefunden, die zuvor als Müll angesehen wurde, und wir können nicht sicher sein, dass der Rest der Junk-DNA ebenfalls funktional ist.Quelle:
Behe, Michael J., 2003. Eine funktionale Pseudogen?: Ein offener Brief an
Nature. http://www.arn.org/docs2/news/behepseudogene052003.htm
Antwort:
- Es ist seit langer Zeit bekannt, dass einige nichtkodierte DNA wichtige
Funktionen hat. (Dies war sogar bekannt, bevor der Begriff "Junk-DNA"
geprägt wurde.) Es gibt jedoch gute Belege, dass viel DNA keine
Funktion hat:
- Abschnitte von DNA können herausgeschnitten oder durch zufällige Sequenzen ersetzt werden, ohne dass sichtbare Auswirkungen auf den Organismus auftreten (Nóbrega et al. 2004).
- Einige DNA-Abschnitte sind beschädigte Kopien funktionaler kodierender DNA, aber Mutationen in ihnen, wie z. B. frühe Stoppcodes in der Sequenz, zeigen, dass sie dieselbe Funktion wie die kodierende Kopie nicht beibehalten haben können.
- Der Fugu-Fisch hat ein Genom, das etwa ein Drittel so groß ist wie das seiner nahen Verwandten.
- Mutationen in funktionalen DNA-Bereichen zeigen Anzeichen einer Selektion -- nichtstille Änderungen treten seltener auf, als man es nach Zufall erwarten würde. In anderen DNA-Abschnitten gibt es keine Belege dafür, dass irgendwelche Änderungen gegen eine Selektion ausgesondert werden.
Links:
EvoWiki, 2004. Junk-DNA. http://www.evowiki.org/wiki.phtml?title=Junk_DNAReferenzen:
- Nóbrega, Marcelo A., Yiwen Zhu, Ingrid Plajzer-Frick, Veena Afzal und Edward M. Rubin, 2004. Megabase-Deletionen von Genwüsten führen zu überlebenden Mäusen. Nature 431: 988-993.
Weiterführende Studien:
Knight, J., 2002. Evolutionäre Genetik: Alle Genome groß und klein. Nature 417: 374-376, http://www.nature.com/cgi-taf/DynaPage.taf?file=/nature/journal/v417/n6887/full/417374a_r.htmlCHI, 2003. DNA-Glossar. http://www.genomicglossaries.com/content/DNA.asp (Registrierung erforderlich)
erstellt 2003-4-19, geändert 2004-11-19