Behauptung CB302:

Das Ohr ist zu komplex, um sich entwickelt zu haben.

Quelle:

Brown, Walt. 1995. In the Beginning: Compelling evidence for creation and the Flood. Phoenix, AZ: Center for Scientific Creation, p. 7.

Antwort:

  1. Für ein funktionales Ohr ist nicht viel Komplexität erforderlich. Es ist alles Notwendige vorhanden: ein Nerv, der mit etwas verbunden ist, das schwingen kann. Insekten haben an mindestens elf verschiedenen Körperteilen „Ohren“ entwickelt, von Antennen bis zu Beinen (Hoy und Robert 1996). Sogar Menschen empfinden sehr tiefe Frequenzen über Tastsinn, nicht über ihre Ohren.

  2. Der Übergang von Reptilien zu Säugetieren zeigt einige der Zwischenstufen beim menschlichen Hören. Kieferknochen, die wahrscheinlich das Hören der Therapsiden-Reptilien erleichterten, wurden exklusiv für das Gehör im Mittelohr übernommen.

  3. Dies ist ein Beispiel für das Argument aus Unwissenheit. Dass man nicht weiß, wie etwas passiert ist, bedeutet nicht, dass es nicht passiert sein kann.

Referenzen:

  1. Hoy, R. R. and D. Robert. 1996. Tympanal hearing in insects. Annual Review of Entomology 41: 433-450.

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erstellt 2003-6-13