Behauptung CD203:

Das Vorkommen von Kalksteinablagerungen, die so groß und so einheitlich sind, lässt sich nur durch massive Ausfällung aus chemisch angereicherten Wässern erklären, was mit dem Katastrophismus übereinstimmt, nicht mit dem Uniformitarismus. Dolomit-Sedimente werden heute gar nicht gebildet; sie erfordern ebenfalls eine außergewöhnliche Erklärung.

Quelle:

Morris, Henry M., 1974. Scientific Creationism, Green Forest, AR: Master Books, S. 104.

Antwort:

  1. Uniforme Prozesse erklären Kalksteinformationen weitaus besser als der Katastrophismus:
    • Kalksteine bilden sich heute kontinuierlich über weite Gebiete (wie die Karibik), indem Calciumcarbonat direkt aus dem Wasser ausfällt und durch die Aktivitäten von Organismen. Die Bildung von Kalkstein passt leicht in die konventionelle Geologie.
    • Kalksteine erscheinen in Schichten, die zwischen Sandsteinschichten und anderen Gesteinen eingestrebt sind. Ein einzelnes Ereignis könnte nicht alle Schichten erklären.
    • Kalksteine enthalten oft zerbrechliche Fossilien, die einem katastrophalen Transport nicht standhalten könnten.

    Dolomite benötigen keine außergewöhnliche Erklärung. Sie bilden sich durch Diagenese (eine Art chemische Umordnung im tiefen Untergrund) aus Calcit, dem Hauptbestandteil von Kalkstein. Der Kreationismus erklärt nicht den Ursprung von Dolomit.

  2. Kalkstein konnte nicht schnell durch massive Ausfällung gebildet werden, weil die Bildung von Calcit Wärme freisetzt. Wenn nur 10 Prozent des weltweiten Kalksteins während der Sintflut gebildet worden wären, wären die 5,6 x 1026 Joule freigesetzter Wärme ausgereicht, um die Sintflutwasser zu kochen (Isaak 1998).

Referenzen:

  1. Isaak, Mark, 1998. Probleme mit einer globalen Sintflut, 2. Aufl. http://www.talkorigins.org/faqs/faq-noahs-ark.html#georecord

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erstellt 2003-8-18