Behauptung CD210:

Es gibt bei weitem nicht genug Sediment, das am Mündungsbereich des Colorado River abgelagert wurde, um zehn Millionen Jahre Erosion zu erklären.

Antwort:

  1. Das Colorado River-Delta selbst ist recht ausgedehnt. Es bedeckt 3.325 Quadratmeilen (Sykes 1937) und ist bis zu 3,5 Meilen tief (Jennings und Thompson 1986), enthält also über 10.000 Kubikmeilen Sedimente des Colorado River aus den letzten zwei bis drei Millionen Jahren. Die Sedimente, die der Fluss vor mehr als zwei bis drei Millionen Jahren abgelagert hat, wurden durch Bewegungen entlang des San Andreas und verwandter Verwerfungen nach Nordwesten verschoben (Winker und Kidwell 1986). Sedimente haben sich auch an anderen Stellen angesammelt. Einige wurden in Überschwemmungsebenen zwischen dem Delta und dem Grand Canyon abgelagert.

  2. Wind ist in Teilen des Colorado River-Beckens eine wichtige erosive Kraft. Einige Sedimente aus Colorado und Wyoming wurden so weit wie den Atlantischen Ozean verweht.

  3. Ein Großteil der im Grand Canyon freiliegenden Schichten besteht aus Kalkstein und Dolomit. Diese Gesteine wären im Laufe der Zeit einfach aufgelöst worden.

Links:

Littleton, Keith, 1998 (11. Mai). Re: Colorado Delta Missing? Nachricht-ID <6j865m$5q0$1@ralph.vnet.net>, http://www.google.com/groups?as_umsgid=6j865m%245q0%241%40ralph.vnet.net

Referenzen:

  1. Jennings, S. und G. R. Thompson, 1986. Diagenese der Plio-Pleistozänen Sedimente des Colorado River-Deltas, Südkalifornien. Journal of Sedimentary Petrology 56(1): 89-98.
  2. Sykes, G., 1937. The Colorado River Delta. American Geographical Society Special Publication 19, New York: American Geographical Society.
  3. Winker, C. D. und S. M. Kidwell, 1986. Paläostromungsbelege für die seitliche Verschiebung des Pliozänen Colorado River-Deltas durch das San Andreas-Verwerfungssystem, Südostkalifornien. Geology 14(9): 788-791.

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erstellt 2003-6-1, geändert 2004-4-16