Behauptung CH101.1:

If the Bible cannot be trusted on scientific and historical matters, then it cannot be trusted on matters of salvation and spirituality.

Quelle:

Morris, Henry M., 2000. Die vitale Bedeutung des Glaubens an die jüngste Schöpfung. Back to Genesis 138 (Juni). http://www.icr.org/index.php?module=articles&action=view&ID=874

Antwort:

  1. Die Bibel war nicht dazu bestimmt, Fragen der Wissenschaft und Geschichte zu lehren. Daher sollten diese Bereiche nicht an Standards der wörtlichen Genauigkeit gemessen werden.

  2. Die allgemeinen Ideen in der Bibel, wie Erlösung und die Majestät Gottes, stützen ihre Kommunikation nicht auf den wörtlichen Sinn. Ein Fehler oder Widerspruch im Detail beeinträchtigt die Gesamtnachricht nicht.

  3. Die Behauptung ist ein Non Sequitur. Dass etwas in einem Bereich falsch ist, hindert es nicht daran, in einem anderen Bereich völlig korrekt zu sein.

  4. Theologen haben im Laufe der Jahrhunderte Teile der Bibel als verdächtig betrachtet, aber den Rest als Kanon akzeptiert. Tatsächlich war genau dieser Prozess, durch den der Kanon bestimmt wurde. Selbst Martin Luther hielt einige alttestamentliche Passagen für verdächtig (Armstrong 1996; Engwer n.d.; Shea 1997).

  5. Eine logische Konsequenz dieser Behauptung ist, dass die Bibel in der Tat nicht vertrauenswürdig sein kann, weil Teile davon (nicht nur Genesis) bekanntermaßen falsch sind, wenn sie wörtlich interpretiert werden.

  6. Auch Kreationisten machen manchmal Behauptungen, die der Bibel widersprechen. Zum Beispiel behaupteten Whitcomb und Morris (1961, 69), entgegen Genesis 7:21-23, dass einige Landtiere, die nicht auf Noahs Arche waren, überlebten.

Links:

Schneider, Robert J. n.d. III: Does the Bible teach science? http://www.berea.edu/SpecialProject/scienceandfaith/essay03.asp

Referenzen:

  1. Armstrong, Dave, 1996. The New Testament canon. http://ic.net/~erasmus/RAZ45.HTM
  2. Engwer, Jason, n.d. Catholicism and the Canon. http://members.aol.com/jasonte2/canon.htm.
  3. Shea, Mark, 1997 (Mar/Apr). Five myths about seven books. Envoy http://www.envoymagazine.com/backissues/1.2/marapril_story2.html
  4. Whitcomb, John C. Jr. und Henry M. Morris, 1961. The Genesis Flood. Philadelphia, PA: Presbyterian and Reformed Publishing Co.

Weitere Lektüre:

Charles, R. H., ed., 1913. The Apocrypha and Pseudepigrapha of the Old Testament in English. Oxford: Clarendon Press. http://www.ccel.org/c/charles/pseudepigrapha/

Seghers, Jim, 1998. Sola Scriptura. http://totustuus.com/solascri.htm

Sungenis, Robert A., 1997. Nicht allein durch die Schrift. Santa Barbara: Queenship Publishing Co.
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erstellt 2001-2-18, geändert 2005-7-13