Behauptung CA002.1:
Der Darwinismus führt zum Sozialdarwinismus, die Politik, dass Schwache dürfen scheitern und sterben.Quelle:
Morris, Henry M. 1985. Scientific Creationism. Green Forest, AR: Master
Books, p. 179.
Antwort:
- Dies ist ein Beispiel für den naturalistischen Fehlschluss
-- das Argument
dass wie Dinge sind impliziert, wie sie sein sollten. Aber „ist“ impliziert nicht „sollte“.
Die Evolution tells nur, wie Dinge sind; sie sagt nicht, wie sie sein sollten.
- Die Quelle des Sozialdarwinismus war nicht Darwin, sondern Herbert Spencer und
die Tradition des protestantischen Nonkonformismus, die über Hobbes bis zu Malthus zurückreicht.
Spencers Ideen der Evolution waren lamarckisch. Die einzige wirkliche
Verbindung zwischen Darwinismus und Sozialdarwinismus ist der Name.
- Diverse politische und religiöse Ideen stützen sich auf die biologische Evolution,
einschließlich Ideen, die für größere Kooperation eintreten.
- Die evolutionstheoretische Lehre zeigt uns, dass das langfristige Überleben einer Art
stark mit ihrer genetischen Variabilität verknüpft ist. Alle Sozial-
Darwinistischen Programme advocate die Minimierung der genetischen Variabilität, wodurch
die Chancen auf langfristiges Überleben bei Umweltänderungen verringert werden.
Ein Verständnis der Evolution sollte dann jeden Versuch an
Sozialdarwinismus zurückweisen, wenn das langfristige Überleben der Menschheit als
Ziel behandelt wird.
- Eugenik und sozialdarwinistische Darstellungen sind häufiger mit dem Aufstieg der Wissenschaft der Genetik verbunden als mit der evolutionstheoretischen Lehre.
Links:
Wilkins, John, 1997. Evolution und Philosophie: Macht Recht? http://www.talkorigins.org/faqs/evolphil/social.htmlWeiterführende Studien:
Bannister, R. C., 1979. Social Darwinism: Science and Myth in Anglo-American Social Thought. Philadelphia: Temple University Press.Bowler, P. J., 1993. Biology and Social Thought, 1850-1914. Berkeley papers in history of science; 15. Berkeley, Calif., Office for History of Science and Technology University of California at Berkeley: 95.
Hofstadter, R., 1944. Social Darwinism in American Thought. Philadelphia: University of Pennsylvania Press.
Kevles, D., 1995. In the Name of Eugenics: Genetics and the Uses of Human Heredity. New York: Knopf.
Ruse, Michael, 2001. Social Darwinism. Chapter 10 in: Can a Darwinian Be a Christian?, Cambridge University Press.
Singer, P., 2000. A Darwinian Left: Politics, Evolution, and Cooperation. New Haven: Yale University Press.
erstellt 2003-4-21, geändert 2003-9-26