Behauptung CB361:

Rudimentäre Organe (falls diese wirklich existieren) sind kein Beleg für Evolution. Sie zeigen lediglich einen Zerfall, der mit dem zweiten Gesetz der Thermodynamik vereinbar ist.

Quelle:

Morris, Henry M. 1985. Scientific Creationism. Green Forest, AR: Master Books, 75-76.

Antwort:

  1. Rudimentäre Organe umfassen mehr als atrophierte Organe. Die Knochen des Mittelohrs sind beispielsweise Rudimente der Kieferknochen der stammesgeschichtlichen Tetrapoden.

  2. Der Verlust von Organen ist manchmal ein Vorteil. Der Verlust von Beinen ist beispielsweise bei Walen angepasst. Verluste von Organen werden daher oft durch natürliche Selektion getrieben. Sie sind ein Beleg für Evolution, wenn ihre rudimentären Formen Ähnlichkeiten mit früheren, nicht rudimentären Formen zeigen.

  3. Das zweite Gesetz der Thermodynamik lässt mehr zu als nur Zerfall.

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erstellt 2003-6-9